08.03.2022

SHE will be heared.

Yes, she can! – ein paar Gedanken zum Weltfrauentag aus hochschulpolitischer Sicht:

Obwohl rund die Hälfte der Studierenden in Deutschland weiblich sind, liegt der Anteil der
Professorinnen nur bei einem knappen Drittel. Die Strukturen der akademischen Laufbahn sind nicht an die Lebensrealität des 21. Jahrhunderts angepasst, in der sich Frauen nicht länger zwischen Kind und Karriere entscheiden wollen, sondern für beides.

Nicht nur im akademischen Berufsleben warten Tücken; auch Studieren mit Kind ist aufgrund von Anwesenheitspflichten und mangelhafter digitale Lehre für Eltern, insbesondere Mütter, immer noch nur schwer stemmbar. Wir fordern: Mehr Möglichkeiten zur Kinderbetreuung für Mitarbeiter
und Mitarbeiterinnen der Hochschulen, den Ausbau von Teilzeitprofessuren, hybride Formate und flexible Studienmodelle.

Frauen sind aber nicht nur in der akademischen Lehre und Forschung unterrepräsentiert, sondern auch in der Politik.

Daher wollen wir diesen Tag nutzen, um allen Studentinnen zu danken, die innerhalb unseres
Verbands Verantwortung übernehmen und sich für liberalere Hochschulen engagieren.
In vielen unserer Ortsgruppen und Landesverbänden setzen sich starke und kluge junge Frauen
für die liberale Sache ein. Sie sind nicht nur Inspiration für andere junge Frauen, sondern darüber hinaus auch Vorbild für alle Mitglieder unseres Verbandes sowie die Menschen in ihrem Umfeld.

Wir sind der Überzeugung: Es sind nicht die Frauen, die sich ändern müssen, sondern die
Spielregeln in Politik und der Wissenschaft. Als Liberale Hochschulgruppen setzen wir uns weiterhin dafür ein, dass Frauen in der akademischen Welt die Gleichberechtigung erfahren, die ihnen zusteht.
For SHE will be heard.

Foto: Darchinger, Nutzungsrecht: Archiv des Liberalismus, FD-0058, FD-0214, FD-0405